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Inkontinenz
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Zuverlässig versorgen.

Stuhlinkontinenz

Im Vergleich zur Harninkontinenz ist die Stuhlinkontinenz seltener, für die Betroffenen aber seelisch noch belastender. Die Ursachen der Stuhlinkontinenz bestimmen auch die unterschiedlichen Behandlungsmethoden.


Durchfall (Diarrhoe)
Bei bestehender Schwäche des Kontinenzorgans kann eine Diarrhoe zur Inkontinenz führen. Hier muss die Ursache des Durchfalls diagnostisch geklärt werden. Es kann sich unter Umständen auch um eine ernstzunehmende Erkrankung handeln (z.B. Darmkrebs). Sollte ein Missbrauch von Abführmitteln vorliegen, muss dieser gestoppt werden. In vielen Fällen kann die Diarrhöe auch durch diätetische Maßnahmen gebessert werden.


Verstopfung (Obstipation) mit der Folge einer paradoxen Diarrhoe
Durch Stuhlansammlungen (Stuhlsteine) im Enddarm wird dessen Entleerungsmechanismus ausgelöst (vermehrte Peristaltik, Erschlaffung des inneren Schließmuskels). Ist es dann nicht möglich, den stark eingedickten Stuhl auszuscheiden (z.B. bei mangelnder Betätigung der Bauchpresse), wird an dem verhärteten Stuhl der dünnere, weniger eingedickte Stuhl vorbeibefördert. Die Ursache für so genannte "Schmierstühle" ist demzufolge meist eine Verstopfung. Hier müssen rektale Abführmaßnahmen (Ausräumen, Einlauf) angewendet werden. Eine erneute Obstipation sollte z. B. durch ausreichend Flüssigkeitszufuhr und eine ballaststoffreiche Ernährung vermieden werden Durch ein Stuhlentleerungstraining kann häufig Normalität erreicht werden. Der Betroffene wird täglich oder jeden zweiten Morgen zeitgleich zur Toilette begleitet. Anfänglich kann man die Darmentleerung mit einem Klistier oder der regelmäßigen und kontinuierlichen Gabe von Abführmitteln unterstützen.


Neurologische Störungen und Erkrankungen
Durch Gehirn- und Rückenmarkserkrankungen (z.B. Spina bifida) kann der Entleerungsmechanismus in seiner Funktion beeinträchtigt werden. Ebenso können sensible Störungen der Darmwand (z.B. Diabetes mellitus) oder muskuläre Störungen des Kontinenzorgans der Auslöser einer Stuhlinkontinenz sein. Durch das Erfassen der Entleerungszeiten, dem anschließenden Stuhlentleerungstraining und eine geeignete Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr kann auch hier sehr häufig Kontinenz erreicht werden. Auch Erkrankungen des Kontinenzorgans (Rektumkarzinom, entzündliche Erkrankungen, Verletzungen) führen häufig zur Stuhlinkontinenz.

Anal-Tampon
Für Menschen, die unter Stuhlinkontinenz leiden, gibt es spezielle Tampons aus Schaumstoff, die in den After eingeführt werden. Durch die Anal-Tampons wird fester Stuhl zuverlässig zurückgehalten. Geruchsbildung und lästiges Wundsein entfallen. Besonders leicht einzuführen (wie Zäpfchen) sind schmale Schaumstoff-Tampons, die sich erst im Darm durch die natürliche Körperfeuchtigkeit und -wärme ausdehnen und sich dann genau den anatomischen Gegebenheiten anpassen


Anale Irrigation
Für von Stuhlverhalt betroffene Menschen gibt es die Möglichkeit mittels spezieller Hilfsmittel den Darm zu spülen (anale Irrigation). Welchen Nutzen bringt die anale Irrigation?

Unabhängigkeit und Zufriedenheit durch:

  • Deutlich kürzere Stuhlentleerungszeiten
  • Deutliche Verringerung von Obstipationshäufigkeiten
  • (Wieder-)Herstellung der Stuhlkontinenz
  • Schnelle und einfache Anwendung des Produktes auch für Personen mit eingeschränkter Handfunktion

Vereinbaren Sie mit uns einen individuellen und persönlichen Beratungstermin.

Ihre Ansprechpartner:
Frau Weber
Herr Beck
Herr Schönsee

So erreichen Sie uns:
Telefon 0231- 91 23 73 22

careteam@zieger.de

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