Unterbrechung des Zusammenhangs von Körpergewebe mit oder ohne Substanzverlust.
Man unterscheidet folgende drei Wundheilungsphasen:
Exsudationsphase ca. 1 - 3 Tage
Nach einer Verletzung kommt es über die Aktivierung der Blutgerinnung zur Blutstillung und zur Bildung von Wundschorf . Ausdruck der körpereigenen, aktiven Wundreinigung ist die Entstehung eines Wundödems durch eine gesteigerte Gefäßdurchlässigkeit. Die daraus resultierende starke Exsudatbildung unterstützt die Wundsäuberung durch Ausschwemmung von Zelltrümmern , Fremdkörpern und Bakterien.
Die anschließende Einwanderung von verschiedensten körpereigenen Zellen und Mikroorganismen ins Wundgebiet dient der Infektabwehr und dem weiteren Abtransport der Gewebstrümmer und nicht körpereigenen Mikroorganismen.
Granulationsphase ca. 2 - 14 Tage
Nach der Reinigung der Wunde beginnt die Reparatur. Aus der gesunden Wundumgebung sprießt neues Gewebe ein. Der Wundgrund füllt sich mit gut durchblutetem Granulationsgewebe. Dieses Granulationsgewebe dient als Bett für die anschließende Epitheliesierung.
Epithelisierungsphase ca. 4 - 21 Tage
Das Granulationsgewebe wird zunehmend wasser- und gefäßärmer und festigt sich. Es reifen Kollagenfasern heran und die Wunde schließt sich. Narbengewebe entsteht. Die vom Wundrand ausgehende Epithelisierung bringt die Wundheilung zum Abschluss.