Elektrische Antriebe für Rollstühle
Elektroantrieb
Es gibt inzwischen eine Vielzahl verschiedener Zusatzantriebe, die unterschiedliche Zwecke erfüllen. Sie haben in der Regel jedoch eines gemeinsam: Sie werden als Zurüstung bei manuellen Greifreifenrollstühlen eingesetzt. Um durch den Elektroantrieb den Rollstuhlbenutzer oder die Begleitperson beim Führen des Rollstuhls zu unterstützen.
In der Regel unterscheidet man drei Arten von elektrischen Zusatzantrieben:
- Elektrischer Zusatzantrieb
Hier werden lediglich die Antriebsräder ausgetauscht sowie Akku Pack und Bediengerät montiert. Die Motoren sind dezent in den Radnaben versteckt. Fast alle gängigen Rollstuhlmodelle lassen sich auf diese Weise mit einem elektrischen Zusatzantrieb ausrüsten. Durch den Elektroantrieb ist der Rollstuhl natürlich weiterhin faltbar, da durch den modularen Aufbau alle Antriebskomponenten einfach und ohne Werkzeug vom Rollstuhl abgenommen und platzsparend z.B. im PKW-Kofferraum verladen werden. Der elektrische Zusatzantrieb passt an die meisten Rollstuhlmodelle. Hierzu werden am Rollstuhlrahmen Halterungen zur Aufnahme der Antriebsräder montiert. Die vorhandenen Rollstuhlräder kann man in der Regel weiterverwenden.
- Kraftverstärkender Zusatzantrieb
Ähnlich wie beim elektrischen Zusatzantrieb werden auch hier die Antriebsräder ausgetauscht. Auch hier befinden sich die Elektromotoren in den Radnaben. Dabei genügt das einfache Betätigen der Greifreifen, ums sich mit weniger Kraftaufwand fortzubewegen. Sensoren ermitteln automatisch Kraftbedarf und Dauer der Unterstützung. Die Fahreigenschaften passen sich dabei dynamisch an. Bei der Fahrt auf
Steigungen wird die Motorenergie automatisch länger zur Verfügung gestellt - das spart Kraft und erhöht die Sicherheit. Der kraftverstärkende Zusatzantrieb passt an fast alle gängigen Rollstuhl-Modelle. Hierzu werden am Rollstuhlrahmen Halterungen zur Aufnahme der Antriebsräder montiert. Die vorhandenen Rollstuhlräder kann man in der Regel weiterverwenden.
- Schiebe- und Bremshilfe
Beim Schieben eines Rollstuhles kommt die Begleitperson schnell an Ihre Leistungsgrenze. Eine Schiebe- und Bremshilfe übernimmt sowohl die schwere Arbeit des Schiebens bergauf als auch des Bremsens bergab. Bei Steigungen unterstützt der Antrieb wirkungsvoll das Schieben. Bei Gefälle bietet die Bremsfunktion zusätzliche Sicherheit. Die Schiebe- und Bremshilfe bremst den Rollstuhl bis zum Stillstand sicher ab. Die gängigen Schiebe- und Bremshilfen sind mit nahezu jedem Rollstuhl zu kombinieren. Ein durchdachtes Halterungssystem garantiert einen optimalen Anbau. Die Funktionen des Rollstuhls bleiben trotz angebauter Halterung in vollem Umfang erhalten.